Unser Projekttag im Kinderhaus Luise Winnacker e.V.

 

Seit August 2016 verbringen wir einmal wöchentlich den Vormittag im Kinderhaus Luise Winnacker e.V. des Unternehmens Zündfunke ( http://kinderhaus-luise-winnacker.de ). Wir, das sind 17 Schülerinnen und Schüler und eine der Klassenlehrerinnen der Klasse 3-5. Als Förderschule ist es unsere Aufgabe, nicht als erstes und ausschließlich die Defizite zu sehen, sondern die vorhandenen Kompetenzen und Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers zu erkennen, zu würdigen und zu fördern. Dafür bemühen wir uns möglichst individuelle und ganzheitliche Lernangebote zu machen, die es den Schülern ermöglichen, einige der für sie wichtigen basalen Erfahrungen aufzuholen. Der Projekttag im Kinderhaus Winnacker ist hier eine willkommene Unterstützung, auf die sich die Kinder jede Woche freuen.

Während ein Teil der Klasse von Mitarbeitern des Kinderhauses im Kleinbus abgeholt wird, fährt der andere Teil mit einer Lehrerin Schwebebahn. Im Kinderhaus angekommen wird erst einmal gemeinsam mit den Mitarbeitern gefrühstückt, dann wird überlegt, was jedes Kind machen möchte. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, denn die zusätzliche Betreuung durch die Mitarbeiter des Kinderhauses sorgt dafür, dass Vieles zeitgleich getan werden kann: Immer Zwei Kinder helfen dem Koch in der Küche, der Rest kann sich im Haus oder auf dem Außengelände beschäftigen: Neben Basteln, Malen und Gesellschaftsspielen erfreut sich der Sockenraum, ein Raum mit Weichmatten zum Toben, großer Beliebtheit. Hier können die Schüler regelgeleitet Zweikämpfe austragen, was bisher auch jedes Mal ohne Streitigkeiten klappt – für die Schüler, von denen viele eine niedrige Frustrationstoleranz haben, eine besondere Leistung. Im Außenbereich können die Schüler auf dem Gelände frei spielen. Hier ist im Winter besonders der vereiste Teich sehr beliebt, wie es im Sommer auch die Wupper und ein kleinerer Bach im Wald waren. Grundsätzlich finden sich die Kinder meist friedlich in immer anderen Konstellationen zusammen und beginnen sich gegenseitig bei ihren Vorhaben zu unterstützen, z.B. das Eis zu hacken und in Eimern zu transportieren, eine Brücke über den Bach zu bauen oder Steine und Ähnliches zu sammeln. Soziale Verhaltensweisen, wie Hilfsbereitschaft, abwarten können, sich selbst zurück nehmen und die eigenen Bedürfnisse der Gemeinschaft unterzuordnen werden hier spielerisch gelernt. In der Regel wird eine Stunde vor dem Mittagessen noch etwas mit der gesamten Gruppe im Wald gespielt: Schnitzeljagden, Verstecken etc..

Spielerisch lernen die Kinder den Umgang mit der Natur durch den angrenzenden Wald, den Umgang und die Verwertung von Lebensmitteln durch das gemeinsame Kochen und die Mitverantwortung für die Angebote durch das gemeinsame Aufräumen und die jeweilige Wochenaufgabe. Das gemeinsame Mittagessen sorgt dafür, dass alle Kinder eine warme Mahlzeit erhalten und den Geschmack frisch zubereiteten Essens kennenlernen.

 

 

Wir danken daher Lieselotte Winnacker und ihren Mitarbeitern für diese großartige Möglichkeit, von der unsere Schülerinnen und Schüler kostenfrei so sehr profitieren!